Über

Mein Name ist Dietmar, Dietmar Günther ;-)

Ich habe mal ein Buch über meine Arbeit geschrieben, ICh bin Call-Center Agent und erlebe recht viel in meinem Beruf. Gerade in einer Zeit in der die Callcenter sehr in Veruf geraten sind möchte ich mal meinen Senf dazu geben und hoffe das es für alle ein wenig besser wird wenn ich das nächste mal anrufe. Auf jedenfall hoffe ich das es Spaß macht wenn Ihr es lest

Wenn ich es durch diese Schreibwerk erreiche, das alle besser miteinander klarkommen, bin ich zufrieden.

aus: 45888 Gelsenkirchen
 
Schule: Klar in
Universität: Nö in


Mehr über mich...

Als ich noch jung war...:
War ich recht verrückt...

Wenn ich mal groß bin...:
...bleibe ich es, hoffe ich.

Ich wünsche mir...:
Einen 6er im Lotto?

Ich glaube...:
ich habe meine Karriere durch dieses Buch versaut ;-)

Ich liebe...:
Meine Frau

Man erkennt mich an...:
Der Großen Nase ?

Ich grüße...:
Den Himmel, die Hölle und alle die mich kennen.



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Blog

Der kleine Telefonterrorist 2

Der kleine Telefonterrorist

Oskar und andere Trainer

Ok solche gibt es auch. Ich habe mal erleben dürfen wie ein“Trainer" folgende Schulung abhielt. Der Trainer, nennen wir ihn einmal Oskar sah auch schon sehr gut aus, Lange Haare, was nicht schlimm ist, hab ich selber auch, allerdings gewaschen im Gegensatz zu ihm. Er hatte auch Tuchhosen an – ob es an den Tuchhosen liegt – allerdings nicht ganz so bunt wie Erwin aber immerhin noch ein Hawaii-Hemd zu schwarzen Hosen und Cowboystiefeln. Um das hier noch mal klar zustellen, ich gehöre wirklich nicht zu den Menschen die Äußerlichkeiten in Einklang mit dem Menschen bringen aber so manches ist dran an dem Satz, Kleider machen Leute. Zurück zu Oskar, er war ein Vorbild mit seinen Äußerungen wie es schlechter nicht sein kann. Kein wunder das keiner vernünftig telefoniert wenn alle bei diesem Clown in Trainergestalt gelernt haben zu telefonieren. Es war eine Schulung über eine Telekommunikations-Gesellschaft und deren Produkte, aber auch nicht alle sondern nur drei davon. Der Clown, oh Entschuldigung, Oskar fing schon klasse an. Und das war wirklich so.“ Ey Leute, hört ma her.“ Fing er an.“ Wir machen hier heute Schulung, die Firma für die ihr verkaufen tut," Das war wirklich sein Wortlaut.“ iss die Firma ......et gibt drei Produkte. Die kosten folgendet, Paket eins 58,95€ Paket zwei 48,95€ Paket drei 38,95€ alle drei haben Telefonflätt und unterscheiden sich nur inna Bandbreite, dat steht auf dem Zettel den ihr gleich bekommt.“ Und damit nicht genug fing er an wie wir uns mit dem Kunden verständigen sollen. Jeder Student der Kommunikation oder auch jeder normale Mensch wir mit den Händen über Kopf wahrscheinlich den Rumpelstielzchen Tanz aufführe wenn er das gleich liest.“ Hört mal her Leute“ Fast wie auf einem Piratenschiff wenn der Kapitän zu seinen Matrosen spricht.“ Es geht so, wenn einer drann geht dann immer aufer Ja Strasse bleiben.“ ich denke nicht das er weiss wovon er spricht aber er hat schon mal ein Fremdwort gebraucht, Respekt.“ Ihr müsst nur dafür sorgen das er immer schön ja sagt wenn ihr Fragen stellen tut. Wenn er euch mal anschreit, dann schreit einfach zurück, ihr dürft ihn auch wat beschimpfen. Wir gehen die Kampagne mal wat Aggressiver an. Wenn ihr mal wat an der Wahrheit vorbeischrammt und wat lügt iss nich schlimm, Hauptsache verkaufen.“ Das war die Produkt und Verkaufsschulung von Oskar. Ein Hoch auf unsere Trainer und Coaches die so arbeiten, denn das ist was die Welt nicht braucht. Es sind Menschen die von Kommunikation keine Ahnung haben, Menschen die in jeder Lebenslage, außer der gebückten Haltung, total versagen und der Welt mit einem gezielten Schuss in den Kopf der übrigen Umwelt einen Gefallen tun würde. Es sind die Menschen die einem das Leben als CCA zur Hölle machen weil durch diese Art der Telefonie die Menschen da draußen in ihren heimeligen Decken und ihren Filzpantoffeln geärgert und auch schon terrorisiert werden. Aber das ist nur ein kleiner Teil des Terrors es gibt viele Facetten davon. Ein andere Coach der Typus war dem letzten schon sehr nah war genauso unglaublich, Dies Verkaufsschulung hatte ich als ich zum ersten Mal mit diesem Beruf Kontakt hatte, es war in einem Call-Center das sich Brookerhouse nannte. Die Mitarbeiter beschäftigten sich damit an der Börse Hochspekulative Geschäfte für Ihre Kunde am Telefon zu ordern. Natürlich musste man den Kunden die Zusage und obenauf sogar noch die passenden Checks aus dem Kreuz leiern und das ist nicht wirklich einfach wie man sich vorstellen kann. Aus diesem Grunde kam dann auch der Trainer der uns armen Würsten zeigte wie man in der großen Welt der Börse telefoniert. Ich war ja neu und unbedarft. Und von da an sah ich die Welt auch in einem anderen Licht. Der Trainer betrat die Bühne, in diesem Fall war es der Verkaufsraum in dem die CCA saßen. Der Anblick war schon bedrohlich er war satte 160cm Hoch er hatte ein Lilafarbenes Sakko an darunter ein Buntes Hemd, Schwarze Jeans und Turnschuh dazu an. Vielleicht wollte er uns ein Bild der ewigen Jugend vermitteln, wer weiss das schon so genau? Er durchmaß den Raum mit tippelnden Schritten und wallendem Haar, blonde Locken ähnlich einem Pudel und Schulterlang, er fand zielsicher den Schreibtisch den man ihm zugewiesen hat. Der Tisch stand in einer kleinen Nische fast wirklich wie eine kleine Bühne nur ebenerdig mit uns. Die eindrucksvolle Peson stand vor uns und fing an mit einer etwas dünnen Stimme zu uns zu reden.“ Leute, ich wurde von der Zentrale geschickt um Euch das telefonieren bei zubringen. Ihr seid echt Schei...." So langsam redete er sich in Euphorie und seine Stimme wurde immer etwas höher und lauter.“ Es kann doch nicht sein das Ihr so unfähig seid den paar kleinen Idioten die Schei.... Schecks aus der verdammten Tasche zu ziehen." Was für eine packende Rede er doch hielt.“ Leute, ich will das Ihr mir genau zuhört, wer seine Zahlen nicht bringt fliegt raus, dat dat klar iss." Was für eine Motivation er doch rüberbrachte.“ Leute, ich mache es Euch noch einmal vor, also hört zu.“ Und dann nahm das Drama seinen Lauf, er setzte sich, bzw. fläzte sich in den Stuhl die Ellenbögen so breit es ging nach außen gestellt vor den Karteikasten. Er nahm eine Karte raus, scheinbar wahllos und wählte die Nummer. Er wartete etwas, mit einer Mimik, die uns wohl vermitteln sollte, dass keiner an den Apparat ging. Es sah allerdings mehr so aus, als wenn er sich auf die Zunge gebissen hätte. Mit einer obszönen Geste zum Hörer hin warf er sozusagen mit Schmackes die Karte in eine Ecke und nahm sich eine neue für ein Gespräch das sowieso nicht stattfinden sollte. Ich nahm mir das zu Herzen und warf gelegentlich auch meine Karten in eine Ecke, allerdings fand das mein Vorgesetzter gar nicht toll und bat mich das zu unterlassen. Aber ich war noch nicht durch mit dem getürkten Anruf des Trainers. Er nahm eine neue Karte aus dem Kasten und wählte wieder, damals kannte ich noch keine Dialer die selber wählten und das telefonieren automatisierten. Er hatte also wieder seinen bedeutungschwangeren Ausdruck im Gesicht und legte los. Müller du alter Haudegen, du verdammter Pirat, was macht die Kunst? Haste deine Alte wieder schön betrogen, du Wüstensau? Er tat so als wenn er Gespannt lauschte, natürlich wusste jeder das da niemand am anderen Ende war aber was soll es, so eine kleine Einlage verkürzt die Arbeitszeit und/oder bringt Spaß, das war auch im späteren Leben als CCA so, wenn die überwichtigen Floormeetings einberufen wurden. Und da haben wir schon wieder mal eine Anglizisme so was hält ja immer mehr Einzug in unsere Sprache vor allem in so wichtigen Berufzweigen wie der Call-Center Branche. Wussten sie eigentlich das ein Call-Center gar kein Call-Center ist, es ist ein Kontaktcenter oder auch Dialogcenter, weil man da auch als genervter Kunde vom wem auch immer so klasse Dialoge führen kann, morgens um 7:30 Uhr oder teilweise auch abends um 22 Uhr. Da freut man sich doch wenn man einen tollen Dialog führen kann. Ich finde es immer schön wenn ich einen anderen CCA am Telefon habe, ich kenne ja auch die Schlichen und Tücken der sensiblen Menschengruppe CCA. Teilweise frage ich mich ja ob wir nicht eine neue Randgruppe geschaffen haben, wir als Gesellschaft die den Telefonterror ja geschaffen hat. Vielleicht sollte es mal eine eigene Lobby für diese Randgruppe geben, also liebe Gesellschaft oder besser noch liebe Industrie, macht Euch mal Stark für uns. Wir brauchen Euch im Kampf gegen den Verbraucher, Pro. der Industrie und dem Konsum wir sind Eure Stimme, wir sind Euer Verdienst, wir sind Euer Reichtum und Wohlstand wir sind Deutschland. Vivat la Revolution. Auweia, da hab ich mich wohl hinreißen lassen. Also noch mal zurück zum Trainer er nahm sichtlich entspannt Haltung ein, er lehnte sich zurück legte die Füße auf den Schreibtisch und legt weiter seine Charmante Ader an den Tag.“ Hör ma Müller, wenn du deiner alte im Puff fremdgehst ist mir dat ja egal, aber wenn du deine Geschäfte nicht mehr mit mir machst geht mich dat wohl wat an. Wat iss los bei dir?“ Wieder tat er so als ob er lauschte, denn jeder wusste das der Karteikasten von einem Terroristen war der schon lange im Betrieb war, also konnte er den Herrn Müller gar nicht kennen, ergo telefonierte er auch nicht mit ihm.“ Wie, wat? Deine Frau? Sacht die dir etwa wat du zu machen hast? Pass mal auf Müller, deine Olle juckt mich nich, hast du keine Eier mehr in der Buchse oder was?“ Und wieder sahen wir das angestrengte Gesicht des lauschenden Trainers, er sollte vielleicht Schauspieler werden den nu war er warm und bot eine gute Show. Er nahm eine rote Farbe an die Ader an der Stirn begann wirklich zu pulsieren, er stand auf und legte nun wirklich los, wie in einem guten Comic nahm er den Hörer vom Ohr hielt ihn vor Gesicht und brüllte rein.“ Müller du altes Ar.... Du Hur......Sohn du Pieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeep wenn du nicht sofort den Scheck rüberschiebst und die Order Zeichnest dann werde ich dir deine verdammten Eier abreißen und werde deine Frau Pieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeep ich werde dir Pieeeeeeeeeeep und Pieeeeeeeep und Pieeeeeeeeep“ Er stand schon auf dem Schriebtisch, er stand wirklich auf dem Schreibtisch und brüllte den Hörer an. Ich lag halb in meinem Stuhl und konnte kaum fassen was für ein Bild sich mir bot. Ich war zutiefst beeindruckt von der Schauspielerischen Leistung und bog mich vor lachen, natürlich nur innerlich. Ich wollte ja niemanden beleidigen oder herausfordern, vielleicht währe der Gnom dann auch noch mir auf den Tisch gesprungen und das wollte ich natürlich nicht, dann hätte ich mich wirklich nicht mehr halten können und währe geplatzt vor Lachen. Auch das Schauspiel auf dem Tisch nahm langsam sein Ende.“ Müller du Wurst, genau das wollte ich hören, pass auf du schiebst deinen fetten Arsch sofort zum FAX - Gerät und schickst mir die Unterlagen und wenn nicht, komme ich vorbei und Pieeeep du Halbes Hähnchen, also los und ruf mich nächste Woche an.“ er knallte den Hörer auf das Telefon und sah Herausfordernd und erfolgheischend in die Runde, vielleicht wartete er auf Beifall oder so. Als keine Reaktion von uns kam nahm er das Wort auf und lies uns folgendes wissen bevor er ohne eine Frage zu beantworten oder auch sonst irgendwie auf dieses Gespräch von ihm eingehend den Ort des Geschehens verlies.“ Männer, Ihr habt gesehen wie dat geht, also rann an den Feind und los.“ Ich wusste es, das mit dem Terrorismus kann nicht so falsch sein, wir sollen ja an den Feind sagt er. Kann ich mich nun mit der El Kaida auf eine Stufe stellen? Wird der BND oder der CIA mich nun verfolgen? Muss ich in den Untergrund abtauchen und dort meinen Lebensabend verbringen? Wie auch immer ich fand es nicht mehr raus denn ich Kündigte diesen Job. Meine ersten Erfahrungen in der Telefonterrorismus Branche waren so gut, dass ich einige Zeit die Finger davon gelassen habe und was anderes tat. Aber wie der Teufel so will wurde mir später ja noch mal die Chance geboten aber das wisst Ihr ja schon wenn Ihr die ersten Zeilen aufmerksam gelesen habt.

www.telefonterrorist.de

1 Kommentar 4.3.08 15:20, kommentieren

Der Kleine Telefonterrorist.
Oder
mein Leben im Call-Center

Wie jeden Morgen die letzten drei Jahre sitze ich an meinem Arbeitsplatz. Nicht das es immer die gleiche Firma war, der Arbeitsplatz sah jedoch immer gleich aus. Es ist ein niedliches kleines Telefon, na ja, nicht direkt ein niedliches kleines Telefon sondern mehr eine Terroristenwaffe für arme. Es ist ein Headset mit einem Computer dran und einem Callmaster. Ok, ok, ich weiß, nicht jeder weiss was das ist außer so Typen wie ich oder meine lieben Kolleginnen und Kollegen. Um es mal kurz zu erwähnen ich bin ein CCA, ein Call-Center Agent. Meine Kolleginnen, Kollegen und ich Terrorisieren die “einfältige„ Bevölkerung mit Anrufen die die Welt nicht braucht oder auch je brauchen könnte. Wir drehen jedem alles an das was er braucht, oder auch nicht. Kühlschränke in die Antarktis, Sand nach Dubai, Strand und Wellen nach Hawaii. Es können auch Tarife für diverse Telefonanbieter sein oder Versicherungen die kein Schwein jemals machen oder auch brauchen würde, wir verscheuern Lottolose an Ahnungslose die meinen sie würden dann bei uns die Langerhofften 6 richtigen haben oder gleich morgen bei Günter Jauch in der Sendung, Millionen gewinnen. Vielleicht werden auch bald Bratwürstchen nach Bayern verkauft oder Weißbier nach Gelsenkirchen, für die Geografisch unbedachten unter uns, Gelsenkirchen ist auf Schalke im Kohlenpott. Na ja, wie auch immer, Irgendwie meinte das Schicksal es muss mir einen von diesen besonders beliebten Jobs in dieser Branche besorgen. Nach langer Zeit die ich in einigen Berufen verbrachte, Ich habe drei davon, fand ich mich plötzlich auf einem Stuhl, ein sehr bequemer übrigens, in einem großem und eindrucksvollen Büro wieder. Ein netter junger Mann fragte mich, ob ich mir den vorstellen könnte, in diesem Beruf zu arbeiten und als Call-Center Agent glücklich werden könnte. Na das ist ja mal eine ausgesprochen gute Frage denke ich so bei mir. Ob er das ernst meint? Wurde er dafür bezahlt solche Fragen zu stellen? Ok, denke ich so bei mir, sag ihm was du denkst. Nein, sag ihm lieber was er hören will, das macht ihn glücklicher.“ Ich denke ich werde mich in diesem Job gut ein passen und meine Arbeit machen wie ich alle arbeiten mache, denn es gibt nur eine Möglichkeit seine Arbeit zu machen und zwar gut." Auaha, dieser Satz war wohl zu viel für ihn. Er war sichtlich nervös und Fragte ob ich nicht bereist morgen zu dem Assesment Center der Firma kommen wollte um einen Einstellungstest zu machen. Klar denke ich bei mir, das kannste mal machen, ich scheue mich ja vor keiner Arbeit und mit dem Telefon im trockenen Büro sein Geld zu verdienen kann ja so schlecht auch nicht sein. Dachte ich damals auf jeden Fall, was für ein Wahnwitziger Gedanke. Bitte achten Sie darauf, das Buch möglichst gerade zu halten damit die Ironie und der Sarkasmus nicht zur Seite raustropft. Es gibt zwei Arten von Vorstellung ich hatte beide Arten mit gemacht, die Erste ist relativ einfach. Das kurze Vorstellungsgespräch wurde recht kurz gehalten, getreu dem Motto, “ Hey willst du Arbeiten? „ „Ja gerne„ „Ok, fang an, da vorne Links durch die Tür da machst du ne Schulung und telefonierst dann OK? „„Ok“„Na dann, hop hopp. „ Ja so kann es auch gehen, manch einer ist ein Naturtalent und kann nach einer so kurzen Einarbeitungszeit telefonieren. Die Anderen werden zu einem der gefährlichsten Typen am Telefon, sie werden  zum Dummbrot-Telefonisten. Die Zweite Variante dauert da schon länger, sowie bei folgendem Szenario.

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1 Kommentar 1.3.08 17:36, kommentieren